Always Up! im Detail
Always Up! erschien am 30. September 2025. Die Ausstattung schöpft aus der Bildwelt des chinesischen Neujahrsfests: Laternen, Knallkörper, Lotusblüten, goldene Schalen und rot-goldene Beutel vor einem Nachthimmel, den der Bonus schließlich mit Feuerwerk füllt. Das Raster ist winzig für ein Spiel von 2025: drei Walzen, drei Reihen, fünf Gewinnlinien. Die niedrigen Symbole — blaue Schilder, bunte Knallkörper — bringen das Ein- bis Vierfache des Linieneinsatzes. Die Premiumsymbole enden beim Sechzigfachen für drei gleiche von links. Es gibt kein nennenswertes Wild, keine Kaskade, keinen Multiplikator im Grundspiel. Diese Kargheit ist kein Versehen, sondern das Konzept. BGaming hat hier eine Crash-Game-Mechanik gebaut und in einen Spielautomatenrahmen gesetzt. Das Grundspiel existiert nur, um zum Bonus zu führen, und die Zahlen sagen genau das: ein Gewinn alle 12,28 Drehungen, eine Trefferquote von 8,14 %. Das ist sehr niedrig und schwer mit dem Etikett "mittel-niedrig" zu vereinbaren, das das Studio auf sein eigenes Datenblatt druckt. Da unsere Skala keine Zwischenstufe zwischen niedrig und mittel kennt, führen wir das Spiel als mittelvolatil und weisen auf die ursprüngliche Bezeichnung hin. Der von BGaming veröffentlichte RTP beträgt 96,07 %, ein anständiger Wert in der oberen Hälfte des Marktes. Mehrere Datenbanken kopieren 95,07 %: ein voller Punkt Unterschied, bei einer Zahl, bei der zwischen einer 5 und einer 6 ein Tastendruck liegt. Wir behalten den Wert des Anbieters und weisen auf die Abweichung hin. Das Studio veröffentlicht zudem eine zweite Quote, jene des Bonuskaufs: 95,98 %. Sie liegt leicht unter dem Grundspiel, was der üblichen Marktpraxis entspricht — und im Gegensatz zu anderen Titeln desselben Studios steht, bei denen der Kauf die Quote verbessert. Der Bonus wird durch drei Scatter-Symbole ausgelöst, eines je Walze. Der Bildschirm wechselt dann zu einer Startrampe, auf der fünf Raketen warten. Der Spieler bestimmt eine, alle heben gemeinsam ab, und jede trägt einen Multiplikator, der mit zunehmender Höhe wächst. Die Raketen zerplatzen in zufällig bestimmter Höhe in Feuer. Der Multiplikator, den die gewählte Rakete im Moment des Zerplatzens erreicht hat, wird auf den Einsatz angewendet, und damit endet die Runde. Es gibt keine Neuauslösung, kein Einsammeln, keine zweite Runde: eine kosmetische Entscheidung, eine Ziehung, ein Ergebnis. Genau dort sitzt die Hauptkritik. Nichts unterscheidet die fünf Raketen vor der Ziehung — keine bedeutungstragende Farbe, kein Potenzialhinweis, keine einsehbare Historie. Die Geste des Wählens vermittelt dem Spieler den Eindruck, auf das Ergebnis einzuwirken, obwohl dem nicht so ist. Die Mechanik ist in ihrer Funktionsweise ehrlich, ihre Inszenierung nicht ganz. Der Bonuskauf kostet achtzig Einsätze und startet die Runde bei der nächsten Drehung. Hinzu kommt eine Mystery-Buy-Option: Der maximal erreichbare Multiplikator wird vor dem Start ausgelost, man kauft also eine Runde, deren Obergrenze man nicht kennt. Es ist eine zusätzliche Schicht Ungewissheit, aufgepfropft auf ein ohnehin vollständig zufälliges Spiel. Bleibt die interessanteste Zahl des Titels. Der Einsatz reicht von 0,10 € bis 450 € pro Drehung. Das ist eine Spanne von fünfzehnhundert Stufen, ohne Entsprechung im BGaming-Katalog, wo die übliche Decke zwischen 25 € und 50 € liegt. Dieser Wert von 450 € erklärt den vom Studio beworbenen Höchstgewinn: das 559-Fache des Einsatzes, angewendet auf 450 €, ergibt 251.550 €. Die Rechnung geht auf den Cent auf, was bei einem Studio bemerkenswert ist, dessen Datenblätter fast durchweg eine pauschale Grenze von 250.000 € nennen, die mit dem tatsächlichen Höchsteinsatz nichts zu tun hat. Ein letztes Detail gehört erwähnt, weil es eine interne Unstimmigkeit beim Anbieter offenlegt. Oben auf dem Datenblatt nennt BGaming einen Höchstmultiplikator von x559. Wenige Zeilen weiter unten behauptet dasselbe Dokument in der Bonusbeschreibung, "der Höchstgewinn der Bonusrunde beträgt das x599-Fache des Einsatzes". Beides kann nicht zugleich stimmen. Die Arithmetik entscheidet: 251.550 geteilt durch 450 ergibt exakt 559, nicht 599. Die Angabe x599 ist also die falsche, und wir behalten 559x.






